BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Grüner Ortsverband Wedel

Ja zur Nachverdichtung Galgenberg!

Unsere Fraktion begrüßt grundsätzlich die Quartierssanierung am Elbhochufer (Galgenberg) durch Ersatzbauten bei gleichzeitiger Nachverdichtung und Steigerung der Energieeffizienz.

Wichtig hierbei ist, dass die Planung den bestehenden Herausforderungen im Quartier Rechnung trägt. Dazu gehören insbesondere die bereits heute angespannte Parkraumsituation, Einbindung der Anwohnerinnen und Anwohner, Sicherung einer hohen Aufenthaltsqualität sowie der Notwendigkeit einer ökologisch verantwortungsvollen Bauweise.

Hier die Stellungnahme unserer Grünen Fraktion zur Planung Nachverdichtung Galgenberg sowie Fragen an/Antworten von der Verwaltung im Planungsausschuss vom 14.10.2025 sowie die Präsentation des Bauvorhabens.

Rückmeldung der Frak0on Bündnis 90 / Die Grünen zur Planung Nachverdichtung Galgenberg im Planungsausschuss vom 14.10.2025

Unsere Fraktion begrüßt grundsätzlich die Quartierssanierung am Elbhochufer (Galgenberg) durch Ersatzbauten bei gleichzeitiger Nachverdichtung und Steigerung der Energieeffizienz.

Wichtig hierbei ist, dass die Planung den bestehenden Herausforderungen im Quartier Rechnung trägt. Dazu gehören insbesondere die bereits heute angespannte Parkraumsituation, Einbindung der Anwohnerinnen und Anwohner, Sicherung einer hohen Aufenthaltsqualität sowie der Notwendigkeit einer ökologisch verantwortungsvollen Bauweise.

I. Enge Einbindung der Anwohnerinnen und Anwohner

Das geplante Projekt wird in den nächsten Jahren massive Beeinträchtigungen (Belastungen während der Bauphase, Umzüge in neue Wohnungen) für das Leben der Anwohnerinnen und Anwohner auf dem betroffenen Areal bedeuten. Aber auch für alle anderen Anwohnerinnen und Anwohner des Elbhochufers werden die langjährigen Baumaßnahmen zu Beeinträchtigungen führen.

Um die Akzeptanz für das Projekt zu erhöhen, halten wir es für unerlässlich, alle Anwohnenden in die Planungen nicht nur durch Informationsveranstaltungen, sondern auch durch einen engen dauerhaften Austausch einzubinden. Das sollte mit einer offenen und frühzeitigen Beteiligung beginnen und von einem strukturierten Prozess begleitet werden. Anregungen der Betroffenen könnten so frühzeitig berücksichtigt werden. In dem Zusammenhang stellen sich uns folgende Fragen:

  1. Sind bereits Informationsveranstaltungen geplant? Wenn ja, zu welchem Zeitpunkt des Verfahrens werden diese geplant?

  2. Ist ein Prozess definiert, gemäß dem Anregungen aufgenommen bzw. die Anwohnerinnen und Anwohner in die Entwicklung des Projektes einbezogen werden können?

II. Verkehr und Mobilität – angespannte Parkraumsituation am Elbhochufer

Bereits jetzt herrscht im Umfeld des Planungsgebiets erheblicher Parkdruck. Eine weitere Bebauung ohne begleitende Mobilitätskonzepte würde die Situation verschärfen. Das Vor- haben wird ohne die Schaffung von ausreichend Parkraum, insbesondere den Bau von Tief- garagen, nicht realistisch umsetzbar sein. Die Akzeptanz der Nachverdichtung in dem ohne- hin eng bebauten Wohngebiet durch die umliegende Nachbarschaft kann mit Sicherheit auch dadurch gesteigert werden, wenn auf der Planungsfläche auch für sie Parkflächen (z.B. Tiefgaragenstellplätze zur Miete) geschaffen würden.

Neben Stellflächen für den KFZ-Verkehr ist aus unserer Sicht ebenfalls der Ausbau von aus- reichend Fahrradabstellanlagen in ausreichender Zahl und Qualität (überdacht, gesichert, gut erreichbar) elementar und darf nicht vergessen werden.

3. Ist eine sichere Unterbringung für Fährräder mitgeplant und wie viele wird es geben?

Ebenfalls ist die Schaffung von Carsharing-Stellplätzen auf oder in unmittelbarer Nähe zum Planungsgebiet unerlässlich.

  1. Werden Carsharing-Stellplätze aktiv bei den Planungen mitgedacht und wo werden diese verortet?

  2. Wie wird sichergestellt, dass es ein konkretes Angebot geben wird und es nicht nur bei einem theoretischen Angebot bleibt?

III. Energieeffiziente und ökologische Bauweise

Um die Klimaziele der Stadt zu erreichen und den Energieverbrauch langfristig zu senken, sollen Neubauten im Planungsgebiet besonders hohe ökologische Standards erfüllen.
Wir wünschen uns daher:

  • die Verpflichtung zur Errichtung in energieeffizienter Bauweise mindestens nach dem Standardeffizienzhaus 40 oder gleichwertig (wie bereits angedacht),

  • den Einsatz nachhaltiger Baustoffe (z. B. Holzbauweise, Recyclingmaterialien),

  • die Installation von Photovoltaikanlagen auf allen geeigneten Dachflächen sowie – soweit möglich – auf Carports oder Fassaden,

  • eine Begrünung von Dächern und Fassaden, um zur Verbesserung des Mikroklimas beizutragen,

  • die Versickerung von Regenwasser vor Ort (Schwammstadtprinzip) sowie die Nutzung von Regenwasser zur Garten- und Grünflächenbewässerung.

IV. Grün- und Freiflächen

Die Nachverdichtung darf nicht zu Lasten der Lebensqualität gehen. Daher ist auf eine ausreichende Durchgrünung des Quartiers zu achten:

  • Erhalt und Nachpflanzung von Bäumen im Gebiet,

  • Schaffung gemeinschaftlicher Grün- und Spielflächen,

  • Sicherstellung, dass keine weiteren Versiegelungen ohne Ausgleichsmaßnahmen erfolgen.

V. Benennungs- und Belegungsrechte

Unsere Frakeon regt ferner eine klare Vereinbarung zwischen Bauherrn und der Verwaltung über die Benennungs- und Belegungsrechte an. So sollte ein gewisses Konengent an Wohneinheiten mit Benennungs- und Belegungsrechten ausgestafet werden.

Zielführend ist es in diesem Zusammenhang, wenn die Verwaltung Vorgaben für Benen- nungs- und Belegungsrechte bei Bauvorhaben einer besemmten Größe festschreibt und da-mit klare Richtlinien bestehen.

VI. Infrastrukturkostenabgabe

Wir gehen davon aus, dass die Infrastrukturkostenabgabe für diese Planungen nach der heute geltenden Infrastrukturabgabensatzung greift und bitten die Verwaltung insoweit um Klarstellung:

6. In welcher Höhe werden hier Infrastrukturfolgekosten berechnet?

Abschließend möchten wir noch einmal betonen, wie wichtig uns die frühzeitige und umfassende Einbindung der Anwohnerinnen und Anwohner ist. Nur durch transparente Kommunikation und Beteiligung kann die erforderliche Akzeptanz für das Vorhaben geschaffen werden.

Für die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen:
Tobias Kiwitt, Petra Goll, Willi Ulbrich, Dagmar Süß



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Veranstaltung & Ortsmitgliederversammlung

Wir laden alle Interessierten herzlich zu unserer Veranstaltung "Rechtsanspruch & Ganztagsbetreuung: Stand und Perspektiven" mit unserem Landtagsabgeordneten Malte Krüger ein. Start um 19 Uhr, Bibliothek der Gebrüder-Humboldt-Schule, Rosengarten 18 in Wedel. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. Anschließend ab ca. 20.30 Uhr Ortsmitgliederversammlung, die ebenfalls für alle Interessierten offen ist.

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