Uns stellen sich Fragen zu massiven Beeinträchtigungen im EU-Vogelschutzgebiet in der Wedeler Marsch - Vergrämung von Gänsen durch Autos?
Im Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss (UBF) am 22. Mai bitten wir unsere Verwaltung um Antworten auf unsere Fragen:
Was ist da los? Kann man da was machen?
Begründung:
Der NABU Hamburg veranstaltete am 27. April 2025 wie jedes Jahr das beliebte Kiebitzfest an der NABU-Vogelstation in der Wedeler Marsch. Zum Kiebitzfest kamen nicht nur hunderte Vogelfans, sondern auch Tagestouristen aus Hamburg und Wedeler Umland. Bei der NABU-Führung wunderten sich einige Besucher*innen über die zwei Autos, die in der Nähe der Vogelstation auf der Wiese zwischen tausenden von Wildgänsen abgestellt waren. Wie zu erfahren war, sollen diese zur Vergrämung der Zugvögel dienen. Die Autos fahren zur Abschreckung der Vögel auch regelmäßig auf der Wiese herum.
Die Grüne Fraktion nimmt die Diskussionen um die Einbußen bei der Heuernte, die durch Gänsefraß entstehen, durchaus ernst und unterstützt die Regelungen zu finanziellen Entschädigungen, die unsere Landesregierung für landwirtschaftliche Schäden / Gänsefraß durch ziehende Wildgänse an die Landwirte zahlt. Jedoch stellen sich uns einige Fragen, was in unserem Natura-2000 / EU-Vogelschutzgebiet eigentlich für Vergrämungsmaßnahmen erlaubt sind. Die Stadt Wedel setzt sich für ökologische Vielfalt und Artenschutz ein – so steht es auch in den strategischen Zielen unserer Stadt. Die NABU-Vogelstation zählt zu den Artenschutz- und touristischen Perlen unserer Stadt, die aus unserer Sicht keinen vermeidbaren Beeinträchtigungen ausgesetzt werden darf. Was also ist erlaubt, was nicht und was kann im Sinne des Naturschutzes vermieden werden?
Die Wedeler und die Haseldorfer Marsch liegen im Knotenpunkt des Vogelzugs zwischen Sibirien und Atlantik. Wattflächen und Marschenwiesen bieten Lebensraum und Rastgebiet für über 200 Vogelarten. Die NABU Vogelstation Wedeler Marsch liegt inmitten der Kleientnahmestelle Fährmannssand und wird seit 1984 vom NABU Hamburg betreut. Das Gewässer wurde umgestaltet und hat sich zu einem Paradies für Wasservögel entwickelt. Flachwasserzonen locken mit einem reichhaltigen Nahrungsangebot Watvögel wie Bekassine und Austernfischer an. Die Grünflächen und Inseln werden vor allem als Brut- und Rastplatz, beispielsweise von Kiebitzen, genutzt. Im Regionalpark ist die weitläufige Marschlandschaft für die Besucher aus der dicht besiedelten Metropolregion Hamburg eine Attraktion. Die Verbindung aus Elbe, Kulturlandschaft und nahezu unberührter Natur schafft einmalige Lebensräume für die Tierwelt und ist ein Erholungs-Refugium.
Für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen:
Petra Kärgel, Dr. Ralf Sonntag, Holger Craemer, Bärbel Sandberg
Diskussion mit der Grünen Landtagsabgeordneten Catharina Nies, Magdalena Drexel (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wedel), Yvette Karro, (Koordinatorin Kooperations- und Interventionskonzept (KIK) Kreis Pinneberg), Astrid Otto (autonomes Frauenhaus Wedel)
Wann? Mittwoch, den 22. April 2026 um 19 Uhr
Wo? Bibliothek der Gebrüder-Humboldt-Schule, Rosengarten 18
Die Veranstaltung ist für alle offen und kostenfrei!
Der Grüne Kreisverband lädt euch herzlich ein zum diesjährigen grünen Frühlingsempfang! Wir freuen uns auf den politischen und persönlichen Austausch bei Musik und Buffet im frühlingshaften Ambiente mit Tobias Goldschmidt, unserem Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur, sowie weiteren Gästen aus Politik und Gesellschaft. Wie steht es um unsere energiepolitische Unabhängigkeit in Deutschland und Schleswig-Holstein? Zum freien Austausch über diese und weitere zentrale energie- und umweltpolitische Fragen freuen wir uns über euren Besuch!
Zur Teilnahme ist eine Anmeldung bis zum 10.04. unter https://gruene-pi.de/anmeldung/ erforderlich.
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