Viele wollten es wissen: Energiewende - aber wie?

Die Energiepreise sind in der Folge des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs und der verhängten Sanktionen gegen Russland enorm gestiegen. Die schwindelerregenden Weltmarktpreise für die fossilen Brennstoffe Kohle, Öl und Gas führen uns auch die Abhängigkeit Deutschlands vom Import fossiler Energien schmerzhaft vor Augen. Viel zu wenig wurde im letzten Jahrzehnt für den Ausbau der Erneuerbaren Energien getan. Im kommenden Herbst und Winter werden in der Folge des Kriegs und der fossilen Energieabhängigkeit die Heizkosten dramatisch steigen, so dass auf die Verbraucherinnen und Verbraucher erhebliche Nachzahlungen zukommen werden. Insbesondere Haushalte mit geringem oder normalem Einkommen entstehen dadurch enorme Belastungen, da auch in anderen Bereichen die Preise kräftig anziehen werden.

Aber nicht nur die Entwicklung der Energiepreise macht uns allen berechtigte Sorgen, auch die Klimakrise verschärft sich zusehends weiter. Die kaum gebremste Freisetzung von Treibhausgasen durch Verbrennung von Kohle, Öl und Gas heizt dem Weltklima weiter ein. Der aus der Erderwärmung resultierende Klimawandel zeigt schon jetzt global wie auch regional katastrophale Folgen mit extremer Trockenheit, sintflutartigem Regen und Stürmen – der Countdown für das Weltklima läuft und wir müssen jetzt wirklich alle Hebel in Bewegung setzen, um das 1,5-Grad-Ziel im Sinne der Generationengerechtigkeit einzuhalten.

Fazit:Wir müssen so schnell es geht raus aus den fossilen und rein in die erneuerbaren Energien, um für stärkeren Klimaschutz sowie für eine unabhängige und vor allen Dingen für alle Haushalte bezahlbare Energieversorgung zu sorgen.

Das wirft auch für uns in Wedel Fragen auf:
Wie schaffen wir möglichst schnell eine klima- und sozialgerechte Energiewende hier vor Ort? Wie können möglichst viele Haushalte zukünftig mit Strom und Wärme aus Erneuerbaren Energien versorgt werden? Welche gesetzlichen Hürden gilt es beim Ausbau der erneuerbaren Energien noch zu überwinden? Was kann ich selbst für eine nachhaltige Energieerzeugung tun, was lohnt sich? Und was bedeutet eigentlich „Mieterstrom“? Geht Wedel Nord auch klimafreundlich & energieneutral zu bauen? Und was gibt es sonst noch für Ideen, um fossile Brennstoffe einzusparen und Wedel klimafreundlich zu gestalten?

Diese und weitere Fragen haben wir auf unserer Veranstaltung „Wie schafft Wedel die Energiewende?“ mit unseren Gästen diskutiert.

Zu unserer spannenden Infoveranstaltung im Stadtteilzentrum Mittendrin kamen circa 60 interessierte Wedeler*innen zusammen, um dem Vortrag zuzuhören und sich anschließend an der regen Diskussion zu beteiligen, zu der wir Wedeler Grünen eingeladen hatten.

Gastredner Dr. Brunke von den Stadtwerken sprach über Nah- und Fernwärme, die Möglichkeiten der individuellen Wärmeerzeugung fürs Eigenheim mit erneuerbaren Energien und viele weitere Fragen der Energiewende.

est steht: Alle fürchten sich vor den steigenden Energiekosten, aber auch vor den erforderlichen Investitionen, um eine hinsichtlich Klima und Wirtschaftlichkeit nachhaltige Entwicklung herbeizuführen. Bei alten Häusern lohnt sich ein eigener Umbau allerdings nicht immer, in manchen Fällen sollte der Ausbau der Stadtwerke für Fernwärme bzw. Nahversorgung abgewartet werden. Der Umweltausschuss der Stadt Wedel hat dazu übrigens gerade die Aufnahme einer Wärme- und Kälteplanung für das Stadtgebiet von Wedel beschlossen mit dem Ziel der Treibhausgasneutralität der Wärme- und Kältesektoren bis spätestens 2045 beschlossen (Beschlussvorlage der Planung). Der erste wichtige Baustein hin zu einer schnellen Energiewende in Wedel.

Wir Grüne bleiben dran am Thema – alle Zeichen stehen auf Energie- und Wärmewende!



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