BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Grüner Ortsverband Wedel

Landesparteitag stimmt für Antrag gegen LNG-Terminal-Pläne

Hier könnt Ihr weitere Informationen lesen, warum auch wir im Wedeler Vorstand sich mit einem eigenen Antrag auf der KMV Pinneberg im Januar gegen das LNG-Terminal und die Gastrassenplanung positioniert haben:
Die Landesregierung plant ein Flüssiggasterminal in Brunsbüttel, das mit 50 Millionen Euro aus Landes- und 50 Millionen Euro Bundesmittelm subventioniert wird, und dann über eine über 55 Kilometer lange neue Gastrasse an das bereits bestehende Erdgastransportnetz von Gasunie in Hetlingen anzuschließen. Für den Standort Brunsbüttel hat die Jamaika-Regierung bereits 50 Mio. € an Rücklagen im Haushalt gebildet. Die Anschlusskosten der Pipeline dagegen werden zu 90 % die Gaskunden bezahlen.

Der Anschluss ans deutsche Gasnetz war nie Teil des Koalitionsvertrags der Jamaika-Koalition!

Von der Trassenführung betroffen wären im Bereich des Amts Geest und Marsch Südholstein die Gemeinden Groß Nordende, Haselau, Haseldorf, Heist, Moorrege, Neuendeich und Hetlingen. Vertreter der Deutschen Umwelthilfe, von Food & WaterEurope und der Arge, Kommunalpolitiker, betroffene Bürger*innen äußerten sich einhellig dagegen: Das Projekt ist nicht erwünscht und stößt auf erbitterten Widerstand. Die Leitungen werden ein ökologisch sensibles Gebiet durchschneiden, Bodenstrukturen werden zerstört, Entwässerungswege durchschnitten und der bedenklicher Umgang mit den Landwirten ist ebenfalls kritikwürdig.

Erdgas wird als Brückentechnologie für die nächsten Jahrzehnte diskutiert, ist aber in seiner klimafreundlichen Wirkung umstritten. LNG soll zur Diversifizierung der Märkte über LNG-Terminals auch in Deutschland importiert werden, um so die Abhängigkeit von russischen Importen zu verringern. Regasifiziertes Erdgas aus LNG erzeugt bei der Verbrennung zwar weniger CO2 als Kohle oder Öl, für die Kühlung und Verflüssigung wird aber zusätzliche Energie benötigt. Damit entfällt der scheinbare CO2-Vorteil sehr schnell wieder oder verkehrt sich ins Gegenteil. Schiffsantriebe mit LNG haben zwangsweise einen Methanschlupf, d.h. Methan wird ständig über den Schornstein in die Luft abgegeben. Abgesehen davon brauchen LNG-betriebene Motore immer noch eine Dieseleinspritzung, um das zündunwillige Methan überhaupt zu verbrennen.

Klima- und Artenschutz statt rückwärts gerichteter Energiepolitik - Wir fordern unsere Grüne Landtagsfraktion auf, sich klar gegen das LNG-Terminal mit Gasanschluss zu positionieren!

Hntergrundinformationen und Gegenargumente zu den LNG-Plänen der Landesregierung gab es auf einer digitalen Informationsveranstaltung der Arge Haseldorf Ende Oktober. Hier die Vorträge bei der LNG-Informationsveranstaltung von
Sascha Boden von der Deutschen Umwelthilfe
Andy Gheorghiu von Food & Water Europe
Boris Steuer, stellvertretender Vorsitzender der Arge Umweltschutz Haseldorfer Marsch/Hetlingen

Petra Kärgel, 31.10.2020

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Termine Wedel

Häusliche & sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Kinder: Wie wirkt die Istanbul-Konvention in Wedel?

Diskussion mit der Grünen Landtagsabgeordneten Catharina Nies, Magdalena Drexel (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wedel), Yvette Karro, (Koordinatorin Kooperations- und Interventionskonzept (KIK) Kreis Pinneberg), Astrid Otto (autonomes Frauenhaus Wedel)
Wann? Mittwoch, den 22. April 2026 um 19 Uhr

Wo? Bibliothek der Gebrüder-Humboldt-Schule, Rosengarten 18

Die Veranstaltung ist für alle offen und kostenfrei!

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Frühlingsempfang Grüner Kreisverband

Der Grüne Kreisverband lädt euch herzlich ein zum diesjährigen grünen Frühlingsempfang! Wir freuen uns auf den politischen und persönlichen Austausch bei Musik und Buffet im frühlingshaften Ambiente mit Tobias Goldschmidt, unserem Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur, sowie weiteren Gästen aus Politik und Gesellschaft. Wie steht es um unsere energiepolitische Unabhängigkeit in Deutschland und Schleswig-Holstein? Zum freien Austausch über diese und weitere zentrale energie- und umweltpolitische Fragen freuen wir uns über euren Besuch!

Zur Teilnahme ist eine Anmeldung bis zum 10.04. unter https://gruene-pi.de/anmeldung/ erforderlich.

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