Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zum UBF-A am 24.90.2026
– Baustelle Autal: Gefährliche Situationen auf dem sehr schmalen Sand-Fußweg mit sich begegnenden Rad- und Fußgängerverkehr
Durch die Autal-Baustelle ist der beleuchtete, gepflasterte Rad- und Fußweg dauerhaft gesperrt. Die Sperrung wird mindestens bis Ende 2027 andauern. Einer Mitteilung der Stadtverwaltung auf wedel.de ist folgendes zu entnehmen: „… In der gemeinsamen Besprechung mit allen Beteiligten hat man sich darauf verständigt, dass der abgesperrte Bereich (der Straße) ab sofort über die komplette Länge mit Schrankenzäunen zu sichern ist. In der Vergangenheit wurde der Bereich nur mit Baken optisch abgesperrt. Aufgrund der Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Absperr-Baken wurde der Bereich widerrechtlich durch Fußgehende und Radfahrende genutzt, was in der Vergangenheit gerade zu Stoßzeiten –wie Schulschluss- teilweise zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen führte. Radfahrende, E-Scooter-Fahrende sowie Fußgehende haben die Möglichkeit, den Sandweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu nutzen. … Die Stadt Wedel appelliert angesichts der für alle Verkehrsteilnehmenden herausfordernden Situation erneut an ein rücksichtsvolles Miteinander – sowohl auf der Straße Autal als auch auf dem Sandweg. …“
Die Verwaltung wird gebeten, folgende zwei Fragen zur resultierenden Verkehrssituation auf dem stark frequentierten Sand-Fußweg mit „Radverkehr beidseitig“ zu beantworten:
Zu den Stoßzeiten fahren sehr viele Schüler*innen auf dem sehr schmalen Sandweg zur Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule, zur Gebrüder-Humboldt-Schule, zur Moorwegschule und ab den Sommerferien 2027 auch zur Elbschule. Zusätzlich gibt es auch viele Rad fahrende Berufstätige, die dort ebenfalls zu den Stoßzeiten unterwegs sind. Auch Fußgehende teils mit Kinderwagen, Rollatoren, Einkaufstrolleys sowie Rollstuhlfahrer müssen diesen Sandweg nutzen. Der Sandweg ist etwa 2 Meter breit, an einer Verengung (Baum) sogar nur max. 1,60 Meter. Es gibt extrem unübersichtliche Stellen durch Kurven in der Wegeführung, z. B. im Wegabschnitt zur Brücke.
Schülerinnen und Schüler sowie Fußgehende können sich – auch außerhalb der Stoßzeiten – nicht mehr gefahrlos begegnen. Es fehlt zusätzlich eine Beleuchtung des Sandweges, der erschwerend auch noch weichsandige Rillen aufweist, die ein gefährliches Abrutschen des Fahrrades herbeiführen können.
Wir befürchten eine weitere Verschärfung der Situation in der jetzt beginnenden dunklen Jahreszeit sowie bei starken Regengüssen (weitere Sandrillen) sowie Schnee und Eis im Winter.
Nach den Richtlinien der RSA 21 sind Arbeitsstellen bzw. Baustellen so zu sichern, dass schwächere Verkehrsteilnehmer – insbesondere Kinder – nicht gefährdet werden. Eine Unterschreitung der Mindestgehwegbreiten ohne adäquate und gesicherte Ersatzroute ist unzulässig.
Die Antwort der Verwaltung auf unsere Fragen klingt absurd. Deswegen werden wir jetzt Anträge zur (Schulweg)Sicherung stellen.
Für die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Petra Kärgel, Holger Craemer, Bärbel Sandberg
Fotos: Petra Kärgel, 22.9.26
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