Schulkinderbetreuung: Keine weitere Erhöhung der Elternbeiträge!

Hier geht es zum Antrag mit dem kommunalen SKB-Beitrags-Vergleich

Hier geht es zur Entwicklung der SKB-Beiträge seit 2010 in Wedel und mehr...

Antrag Grüne Fraktion zum BKS am 14.08.2019, TO 5, Schulkinderbetreuung, BV/2019/082:

Der BKS / Rat beschließt:

1. Es werden Frühbetreuungen an allen Wedeler Grundschulen eingerichtet. Der Regel-Elternbeitrag soll 25 € betragen (= Kostendeckungsgrad 50 %), die Geschwisterermäßigung / Sozialstaffel findet Anwendung.

2. Die Eltern-SKB-Beiträge bleiben konstant und werden nicht erhöht.

3. Die Eltern-Beiträge für die Ferienbetreuung bleiben konstant und werden nicht erhöht.

Begründung: Die SKB-Beiträge in Wedel zählen nach Recherche der Grünen Fraktion aktuell schon zu den höchsten in Schleswig-Holstein. Die Verwaltung bietet auch keine flexiblen Betreuungsvarianten für die Familien an, so wie andere Kommunen dies in vielen Fällen für ihre Familien tun. Die mit Wedel durchaus vergleichbare Kommune Eckernförde erhebt zum Beispiel einen Elternbeitrag von 50 Euro je Monat für eine Betreuungszeit von 7.00 bis 16.00 Uhr. Dieser Kommune ist eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf wirklich wichtig, wie auf der Stadt-Homepage auch ausführlich elternnah zu lesen ist. Für das zweite Kind sind in Eckernförde nur 20 € fällig, für das 3. Kind 0 € und eine Sozialstaffel existiert ebenfalls. In Elmshorn sind die Beiträge für die Ferienbetreuung bereits in den SKB-Beiträgen enthalten und dennoch ist das SKB-Angebot für die Eltern günstiger als in Wedel – inklusive der Frühbetreuung! Elmshorn: 7-17.00 inkl. Ferienbetreuung 30 Tage: 178 €, in Wedel geplant von 7-17.00: 235 €, zusätzlich 60 €/Woche Ferienbetreuung oben drauf). Aus Sicht der Grünen Fraktion dürfen die SKB-Beiträge keinesfalls erhöht, sondern auf diesem bereits sehr hohen Niveau stabil gehalten werden. Unsere SKB-Eltern in Wedel werden schon jetzt im Vergleich zu Eltern vieler anderer Kommunen finanziell stärker belastet und stärker an den SKB-Kosten beteiligt – und das ohne in den Genuss flexibler Angebote zu kommen, die sich an dem realen Bedarf der Familien orientieren. Wedel will familienfreundlich sein und ist zudem auch noch angewiesen auf die Steuereinnahmen der arbeitenden Familien – eine Früh-/ Nachmittags-betreuung an allen Wedeler Grundschulen sollte also nicht nur selbstverständlich, sondern auch erschwinglich sein.

 

Zusatzantrag zum ursprünglichen Antrag (BKS, 14.08.2019) der Grünen Fraktion zum BKS am 11.09.2019, TO 5, Schulkinderbetreuung, BV/2019/082:

Der BKS / Rat beschließt: 1

Die Verwaltung wird beauftragt, zeitnah einen Workshop zur Evaluation der SKB mit u.a. folgenden Inhalten durchzuführen: Flexibilisierung des SKB-Angebots, resultierende Beitrags-/Kostenstruktur, pädagogischer Anspruch, Umsetzung Inklusion. An dem Workshop werden Elternvertreter*innen (Schule/Kita), SKB-Vetreter*innen, Politik, Verwaltung sowie eventuell externe Berater*innen beteiligt.

Begründung: Aus Sicht der Grünen Fraktion muss zunächst unsere Schulkinderbetreuung (SKB) in Wedel gründlich evaluiert werden, bevor an der Flexibilisierung des Angebots sowie an der Beitragsstruktur gerüttelt wird. Wie sieht der Bedarf der Eltern bei den Betreuungszeiten ihrer Schulkinder wirklich aus, wie flexibel muss die SKB gestaltet sein, um den Wünschen der Eltern / Kinder gerecht zu werden? Und: Was kann unsere Stadt in dieser Beziehung maximal leisten? Auch gibt es zunehmend Probleme, chronisch kranke oder „besondere“ Kinder in der SKB zu inkludieren – hier muss über umsetzbare Lösungsmöglichkeiten gesprochen werden. Die Grüne Fraktion unterstützt schon lange den Wunsch der Eltern, das SKB-Angebot zeitlich viel stärker zu flexibilisieren – so wie es andere Gemeinden ihren Eltern schon lange und sogar kostengünstiger als in Wedel ermöglichen. Deswegen unterstützt die Grüne Fraktion den Antrag der FDP nach einer SKB-Flexibilisierung im Grundsatz, möchte aber in einem Evaluationsverfahren eine möglichst ideale, finanzier- und händelbare Lösung bzw. eine passgenaue, neue SKB-Struktur erreichen. Deswegen soll der Workshop mit Involvierung der Eltern, Pädagog*innen, Politik und Verwaltung sowie eventuell einer externen Berater*in vorgeschaltet werden, um grundlegende Veränderungen in der SKB zielführend zu gestalten.

Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen, Petra Kärgel

 



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